35 Jahre Skilandheim Stoos - immer wieder ein Erlebnis!

12. März 2008

stoos_2008_01.jpgWeitere Bilder im Fotoalbum

Berichterstellung vom Stoos-Dokumentationsteam: Severina Puls (7a), Valentina Hövemeyer u. Simone Letsche (7b), Ramona Holder u. Katharina Prasse (7c), Lukas Müller u. Manuel Rösch (7d), M. Meyer

Sonntag, 02.03.2008

9.30 Uhr Großes Gewusel um zwei Busse.
Genau 117 Schüler/innen der Klassenstufen 7 und 12 Lehrer/innen tummeln sich um die Gepäckstücke. Koffer, Skier und Skischuhe müssen in die Busse eingeladen werden. Nachdem alles verstaut ist, erfolgt die Verabschiedung von Eltern, Geschwistern usw., alle steigen ein und die Fahrt beginnt.

14.00 Uhr Nach einer Fahrt mit guter Unterhaltung, teilweise guter Aussicht und einer kurzen Rast erreichen wir unseren Zielort Schwyz/Schlattli in der Schweiz. Das Gepäck muss vom Bus in große Transportboxen umgeladen werden, die mit einer Standseilbahn zum Bergort Stoos und von dort zu unserer Unterkunft befördert werden.

15.30 Uhr Jetzt fahren wir in zwei Gruppen nacheinander mit der Standseilbahn zum Bergdorf Stoos. Zunächst geht es über einen tiefen Abgrund und anschließend durch zwei Tunnel immer steil den Berg hinauf. Oben angekommen haben wir einen atemberaubenden Blick auf die Umgebung. Die Berge, der Nebel, leider etwas wenig Schnee, der Himmel ...

16.00 Uhr Nach einer kurzen Wanderung durch den Ort kommen wir am Schwyzer Bärghus an und beziehen unsere Zimmer, die einfach und solide eingerichtet sind.

17.00 Uhr Alle haben ausgepackt und wir werden im Rahmen einer Stoos-Rallye von Lehrern auf Stoos herumgeführt.

18.00 Uhr Wir sitzen beim Abendessen in einem recht großen Saal und die Lehrer in einem durch Glastüren und - fenster abgetrennten Raum daneben. Jeden Abend erhalten wir eine Suppe mit Brot, einen Salat, einen Hauptspeisegang mit Fleisch, Pommes, Reis, Nudeln oder Vergleichbarem und abschließend eine Nachspeise. Als Getränk gibt es Wasser oder heißen Pfefferminztee. Nach dem Abendessen wird das Wochenprogramm mit verschiedenen Projektgruppen und anderen Beschäftigungsmöglichkeiten kurz vorgestellt und anschließend können wir noch ein bisschen spielen oder einfach auf unsere Zimmer gehen.

22.00 Uhr Bettruhe - Das Licht wird ausgemacht und die Lehrer kontrollieren danach, ob alle im Bett und ruhig sind.

Montag, 03.03.2008

7.30 Uhr Aufstehzeit

8.15 Uhr Frühstücksbuffet - Folgendes Angebot konnte gewählt werden:
Cornflakes, Bircher Müsli, Früchtequark, Brot, Marmelade, Butter, Wurst, Käse, Orangensaft, Warme Milch, Kaba, Kaffee

9.30 Uhr Es geht los! Der erste Skikurs fängt an. Es werden Gruppen unterteilt in Anfänger, Anfänger mit Vorkenntnissen, Fortgeschrittene und Profis. Dabei waren auch Snowboarder. Der Skiunterricht am Morgen und auch am Nachmittag dauert ungefähr zwei Stunden.

12.15 Uhr Das Mittagessen beginnt, es gibt warmes Essen ähnlich wie am Abend, nur den Nachtisch gibt es mittags nicht. Nach dem Essen gehen einige zum Minimarkt, um sich Getränke, Chips oder andere Schlecksachen zu kaufen. Andere erholen sich etwas auf dem Zimmer oder spielen Tischtennis oder andere Spiele.

13.30 Uhr Es geht wieder zum Skifahren hinaus. Nach zwei Stunden Skiunterricht sind wir kaputt vom vielen Fahren oder vom vielen Bergsteigen bei den Anfängern.

16.00 Uhr Einige gehen duschen, andere spielen oder quatschen einfach. Ein Besuch im Minimarkt für die, die noch nicht da waren.

18.15 Uhr Es gibt Abendessen und es beginnt zu schneien. Danach beginnen unsere Projekte, in die wir uns einwählen konnten, z.B. Jonglieren, Brettspiele, Tanz und HipHop, Vorlesen, Sodoku, Sternbilder und Mythen, Tischtennisturnier u.a. Ich glaube, alle sind mit Spaß dabei, es ist nicht langweilig.

22.00 Uhr Wieder Bettruhe - Einige sind echt müde und wollen schlafen, andere haben noch oder wieder Energie, aber Lehrer kontrollieren ...

Dienstag, 04.03.2008

Der Morgen mit Aufstehen und Frühstück verlief ähnlich gut wie am Vortag. Aber es gab einen deutlichen Unterschied. Über Nacht fielen ca. 30 cm Neuschnee.

Trotz Neuschnee und Nebel konnten die meisten Anfänger ihre ersten Versuche am Schlepplift vom so genannten "Musikhang" (Hang für fortgeschrittene Anfänger) wagen, weil sie am Vortag schon recht viel gelernt hatten und ziemlich sicher auf den Skiern standen. Ein paar unfreiwillige Tiefschneebäder beim Hochliften oder bei der Abfahrt gingen aber gut aus.

Auch die besseren Skifahrer hatten ihren Spaß im noch anhaltenden Schneegestöber und die Profis konnten ihre Tiefschneeerfahrungen sammeln oder verbessern.

Beim wie fast immer guten Mittagessen wurde mal darüber diskutiert, wie das Wetter morgen würde, ob besser oder nicht.

Nachmittags kamen noch weitere Anfänger in den Genuss endlich mit dem Schlepplift nach oben gezogen zu werden und deshalb nicht mehr selbst die Hügel mit Skiern und Stöcken hoch zu stampfen. Die anderen Gruppen haben sich weiter oben in den Bergen durch den dichter werdenden Nebel gekämpft, wo es leider gelegentlich einen mehr oder weniger heftigen Crash oder Sturz gab.

Einige oder die Meisten waren doch recht froh, als dieser Skinachmittag vorbei war. Die Pause vor dem Abendessen tat gut, Duschen, Spielen oder Besuche im Minimarkt waren angesagt. Nach dem Abendessen gingen gleich im Anschluss wieder die Workshops los. Danach waren wir dann mit Tagesprogramm fertig und konnten noch bis 22.00 Uhr (oder auch länger) auf unseren Zimmern "gemeinsam Vokabeln lernen".

Mittwoch, 05.03.08

Nach dem ausgiebigen morgendlichen Frühstück hieß es dann auch schon bald wieder warm angezogen auf die Piste zu kommen. Das Wetter hatte sich noch nicht gebessert, noch mal ca. 30 cm Neuschnee, weiterhin Wind und Schneefall und nochmals deutlich gesunkene Temperaturen. Aber das hielt uns nicht ab, warm einpacken und los geht´s.

Die Anfänger hatten in den paar Tagen schon richtige Fortschritte gemacht, heute konnten alle mit dem Lift am Musikhang fahren. Den einen oder anderen hat es immer mal wieder rausgehauen.

Die Profis hingegen kamen bei den tollen Abfahrten und der superguten Schneelage ganz und gar nicht zu kurz. Nach dem Mittagessen ging es recht schnell wieder auf die Piste. Am Nachmittag nahmen Wind und Kälte noch etwas zu, da wurde es einigen Gruppen auf den Berggipfeln doch zu ungemütlich und man zog es vor bis zum Ende des sportlichen Teils um ca. 15.30 Uhr in den tieferen Talregionen zu fahren.

Anschließend waren viele duschen und danach liefen noch ein paar Workshops oder einige Gruppen begannen schon den bunten Abend vorzubereiten, für den die Aufgaben, die im Klassenverband zu verteilen und zu gestalten waren, beim Mittagessen bekannt gegeben worden waren. Leider ging es heute einigen nicht gut, sie hatten entweder Magenprobleme, einen Grippeinfekt oder Kreislaufprobleme. Sie fuhren nicht Ski, ihnen entging so ein abenteuerlicher Skitag.

Aber der anstehende Casinoabend besserte auch ihre Stimmung und fast alle waren jetzt bei dem Glanzlicht dabei, welches vom Casino-Workshop organisiert worden war. Es waren im Speisesaal verschiedene Spiele an unterschiedlichen Tischen aufgebaut und man konnte allein oder zu zweit um Stoostaler spielen. Natürlich gab es auch einen Sieger, der nicht leer ausging, er bekam einen kleinen Preis.

Um 21.30 Uhr sammelte man sich dann wieder auf den Zimmern, quatschte noch ein bisschen über den vergangenen Tag und schlief kurz danach ein.

Donnerstag, 08.03.2008

Ein herrlicher Tag, zwar kalt, aber Sonnenschein und blauer Himmel pur. Ein Tag für Skikunst- und Naturgenießer. Die meisten Gruppen zog es magisch auf den Fronalpstock, um die gigantische Sicht über den Vierwaldstätter See und die beschneite Berglandschaft zu genießen. Dazu gehörte natürlich die Geschichte vom Rütlischwur der Eidgenossen. Auf die Wiese, auf der er stattgefunden haben soll, konnte man geradewegs sehen.

Natürlich wurde in diesem Zusammenhang auch die tragische Geschichte von Tell und Gessler mit dem Apfelschuss und dem traurigen Ende des Letzteren in der hohlen Gasse erzählt.
Interessante Geschichte, wichtige Begebenheiten, aber uns rief der Berg, der Tief-Schneerausch, das Gruppenerlebnis, die Talabfahrt, die Geschwindigkeit ...

Für manche Anfängergruppen war es die erste lange, zudem anspruchsvolle Talabfahrt, insofern das Mega-Erlebnis.
Abends nach dem Skifahren und Abendessen liefen vereinzelt noch Projektveranstaltungen, aber von den Meisten wurde der "Bunte Hüttenabend" vorbereitet.

Freitag, 07.03.2008

Heute schafften auch die letzten Anfängergruppen den Weg auf rote Pisten. Für diese ist das ein Riesenerfolg, allerdings mussten sie dafür einige, vielleicht neue Erfahrungen in Kauf nehmen, z.B. die Erkenntnis, dass zuviel Schnee in Mund und Nase sich komisch anfühlt und zu einem Reizhusten führen kann.

Das Wetter war zwar nicht mehr so schön wie am Vortag, aber jeder genoss auf seine Art diesen letzten Tag auf der Piste. Nachmittags noch einmal freies Fahren in selbst gewählten Gruppen, das ging bei den Meisten richtig ab und war „voll gut".
Das Mittag- und Abendessen waren noch einmal eine Steigerung zu den Vortagen und schmeckten uns nach dieser anstrengenden Woche richtig gut, naja einigen schmeckte es vielleicht auch nur verhältnismäßig gut.
Nach dem Abendessen fand der bunte Abend statt. Herr Rabe heizte als Moderator die Stimmung mächtig an und die einzelnen Untergruppen der Klassen gaben bei den jeweiligen Aufführungen ihr Bestes. Zunächst wurden Sketche vorgetragen und anschließend durften frei erfundene Geschichten erzählt werden, die von Almödis, Wasserlachen und Seilzügen handelten, weil acht vorgegebene Wörter in diese eingebaut werden mussten. Das war sehr lustig und eine Jury bestehend aus Herrn Kornmann, Herrn Rettenmayer, Herrn Wagner und Frau Ries hatte die schwere Aufgabe zu entscheiden, welche Vorträge am besten waren.

Richtig gut und spektakulär waren aber die folgenden Gruppenvorträge in den Bereichen Lied und Tanz. Klasse Texte, starke Vorführungen brachten eine tolle Stimmung, aber auch große Spannung, wer würde gewinnen?
Letztlich gewann ganz knapp mit 137:136 die 7a vor der 7d.

Aber egal, wer jetzt Erster oder Letzter wurde, alles in Allem war es ein großartiger Tag.

Samstag, 08.03.08

Eine tolle Woche, so schnell vorbei. Morgens schnell Koffer packen, nach dem Frühstück das Gepäck zum Verladen vor die Tür. Vier Transportcontainer werden wieder mit unseren Sachen gefüllt. Währenddessen auch Zimmerreinigung und Kontrolle durch die Lehrer.

Dann Anziehen, Handgepäck und Ski aufnehmen, draußen sammeln. Jeder erhält ein Lunchpaket für die Fahrt und nun wieder Fußmarsch zur Bergbahn. Bergabfahrt - Tschüss Stoos - vielleicht sehen wir uns wieder.

Im Tal wartet schon der Bus, Gepäck umladen, einsteigen, Abfahrt ... Viele gute Gedanken auf der Fahrt, Erinnerungen, lustige Gespräche!

Gegen 15.30 Uhr Ankunft in Reutlingen. Ausladen !

Erst Montag, Schule, hast du uns wieder.
Stoos hinter uns - aber was für eine Woche?!



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Kategorie: Tagebuch