Wie Tarzan im Schnee! Die Klasse 6e bei den Albläufern

27. Januar 2011

alblaeufer_2011_03.JPGAlle waren schon ganz aufgeregt. Mit dem Bus fuhren wir nach Groß-Engstingen auf die schneebedeckte Alb. Dort wurden wir schon sehnsüchtig von den beiden Albläufern Stefan Schräder und Philipp Baumann erwartet. Drei Mädchen und drei Jungen bekamen Kompass und Karte und mussten die gesamte Klasse führen. Wir machten also ohne (!) die Albläufer einen Orientierungslauf zur Seitzhütte, dem Waldklassenzimmer. Auf dem Weg flogen viele Schneebälle!

Als wir die Hütte gefunden hatten, waren alle froh, denn draußen war es sehr kalt. Im Warmen machten wir eine lange Vorstellungsrunde und eine kurze Besprechung des Tagesablaufs mit Gruppeneinteilung. Klettern stand an, im Niedrigseilparcour. Voller Vorfreude liefen wir hin. Es war nur ein Marsch von zwe Minuten. Der Parcour bestand aus sechs Stationen mit unterschiedlichen Aufgaben wie über Seile balancieren oder über Baumstämme klettern. Allesamt Aufgaben, die wir gemeinsam in der Gruppe bewältigen mussten. Die Gruppen starteten an verschiedenen Stellen, so dass sich jede Gruppe irgendwo mit einer anderen kreuzen musste. Einem aus jeder Gruppe wurden die Augen verbunden und wir durften nicht den Boden berühren, das war ziemlich schwer! Gemeinsam waren wir schließlich erfolgreich und so hatten alle Spaß

alblaeufer_2011_02.JPGAnschließend gab es als Belohnung Würstchen am Lagerfeuer, das wir trotz leichtem Schneefall entzündet hatten. Gut gestärkt machten wir uns dann wieder mit Kompass und Karte auf den Weg zur Jugendherberge. Dieses Mal klappte die Orientierung nicht so gut wie auf dem Hinweg zur Seitzhütte. Wir liefen einige Umwege, erreichten jedoch rechtzeitig mit Einbruch der Dunkelheit das Seminarhaus.

Jeder wollte gleich wissen, wo sein Zimmer war, und alle rannten aufgeregt durchs Haus. Doch Stefan Schräder pfiff uns zurück in den Seminarraum und gab uns eine Hausführung. Bei den Albläufern gibt es Schlafzimmer, einen Seminarraum, einen Billardraum, die Küche, und zwei Speisesäle. Nachdem uns Stefan endlich alles Notwendige gezeigt hatte, durften wir uns einrichten. Der Küchendienst musste sich schon beeilen und hoch in die Küche, um den Tisch zu decken. Nachdem die Betten bezogen und die Koffer ausgepackt waren, mussten alle zum Essen kommen. Es gab Spaghetti Bolognese. Danach gingen Stefan und Philipp und wir waren uns selbst überlassen.

alblaeufer_2011_05.JPGZum gemeinsamen Spieleabend trafen wir uns wieder im Seminarraum. Unsere Lehrerin, Frau Brauch, ließ uns „Eselchen“ spielen, ein Kommunikationsspiel, bei dem man die Sprache der Esel erraten muss. Gegen halb zehn waren wir fertig und durften auf die Zimmer. Um zehn war Bettruhe, aber nicht für uns! Wir redeten und redeten und unsere beiden Lehrer wurden schier verrückt. Zu unseren Partys gehörten natürlich auch Chips, Gummibärchen, Schokolade und vieles mehr. Die Nacht war lang und lustig, ging aber irgendwann, ungefähr um zwei Uhr, doch zu Ende. Der nächste Tag begann früh und hektisch. Um viertel vor acht stand Frühstück auf dem Stundenplan. Beim Küchendienst klappte nicht alles so, wie es klappen sollte. Trotzdem schafften wir es, um neun Uhr im Seminarraum zu sitzen und Stefan zuzuhören. Der Tagesplan bestand darin, eine Wanderung in der Gruppe mit Kompass und Karte, aber diesmal ohne Lehrer zu machen. Und als Highlight eine Riesenschaukel zu erleben. Das war für uns eine riesige Aufregung. Als die Gruppeneinteilung erfolgt war, ging es los.

Es gab vier verschiedene Gruppen, die an unterschiedlichen Stellen starteten. Eine Gruppe wurde mit dem Auto zur Seitzhütte gefahren, eine andere gleich in die Nähe der Riesenschaukel. Die anderen zwei Gruppen gingen mit zeitlichem Abstand zu Fuß von der Jugendherberge weg. Wir wurden entweder an der Seitzhütte oder direkt an der Riesenschaukel mit einer Kletterausrüstung ausgestattet. An der Riesenschaukel mussten wir an einer Leiter, die von den Gruppenmitgliedern gehalten wurde, hinaufklettern und wurden dann von Philipp an einem Seil eingehängt. Zum Ablösen dieses Seiles bekamen wir ein Seil in die Hand, das „Schwänzchen“. Der Rest der Gruppe zog an einem anderen, starken Seil, bis man „Stopp“ sagte. Dann musste man nur noch am „Schwänzchen“ ziehen, und schon rauschte man in Höchstgeschindigkeit durch die Bäume. alblaeufer_2011_02.JPGWie Tarzan im Winter! Toll war, dass sich jeder aus unserer Klasse auf die Riesenschaukel getraut hat, sogar unser Begleitlehrer, Herr Ferdinand ... Die zwei Gruppen, die am Anfang gefahren wurden, mussten zum Seminarhaus zurücklaufen, die zwei anderen wurden abgeholt. Drei von vier Gruppen hatten sich auf ihrem Weg verlaufen. Deshalb und vom langen Ausharren in der Kälte waren am Abend alle kaputt und müde! Aber es war wunderschön im verschneiten Wald! Diese Nacht war deshalb weniger anstrengend für unsere Lehrer. Am nächsten Morgen stand „PaPu“ an – Packen und Putzen! Das war nicht so ganz jedermanns Sache. Trotzdem half jeder mit und das Haus war wieder blitzeblank, als wir uns zur Schlussrunde im Seminarraum trafen. Wir machten noch eine Besprechung der zwei Tage und liefen dann gemeinsam zur Bushaltestelle. Wir hatten uns beeilt, aber der Bus hatte Verspätung! Als er endlich kam, mussten wir uns von Stefan und Philipp verabschieden. Bei den Albläufern haben alle viel gelernt, sich wohlgefühlt und hatten viel Spaß! Was für eine Klassenfahrt!

Von: Emilia

 

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Schlagworte: Albläufer
Kategorie: Tagebuch