Diskussion, Völkerverständigung und Freundschaft: Das AEG bei der Week for Peace in Roanne

12. Dezember 2012

roanne_2012_01.jpgAuch viele Wochen später dominieren Aussagen wie "I want to see you again" und "this week really changed my life" die Kommunikation über Facebook, Skype & Co.

Durch die Städtepartnerschaft zwischen Roanne und Reutlingen stellte das AEG die deutsche Delegation in Begleitung von Emil Veit. Das autonom von der französischen Delegation geplante Projekt basiert auf einer bereits 2010 in Montevarchi, Italien veranstalteten Woche und wurde finanziell von der EU getragen. Untergebracht waren sowohl Teilnehmer als auch Begleiter im Lycée Albert Thomas, tagsüber fand das Programm weitestgehend in einem dem Rathaus nahe gelegenen Kongresszentrum statt.

Im Sinne der Völkerverständigung hatten die teilnehmenden Delegationen jeweils an einem Abend die Möglichkeit Kultur, Traditionen und Speisen ihres Landes bzw. der Region vorzustellen. So präsentierte sich beispielsweise Spanien mit selbst gemachten Tapas oder Palästina mit traditionellem Liedgut. Auch die Israelis wussten mit Heilschlamm aus dem Toten Meer und anderen Präsenten zu überraschen.

roanne_2012_02.jpgUm in der Stadt Roanne auch einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, entwarfen und verwirklichten die Teilnehmer, mit Unterstützung professioneller Sprayer ein großes Graffiti an öffentlich zugänglicher Stelle. Dabei wurden Konzeption und Umsetzung von unterschiedlichen Gruppen, die sich aus Teilnehmern der verschiedenen Länder zusammensetzten, übernommen. So wurde die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Nationalitäten und innerhalb der Gruppe gefördert.

Die Stadt Roanne zeigte die ganze Woche über immer wieder ihr Interesse an dem Projekt, zum Beispiel lud sie die gesamte Gruppe zu einem Empfang durch die Bürgermeisterin ein. Selbige war auch bei der Enthüllung des Graffitis sowie bei anderen Aktivitäten zugegen. Zu diesen zählte auch das „Peace-Café": Jeden morgen konnten sich hier Roanner BürgerInnen bei einem Teil der Gruppe über das Projekt, die Teilnehmer selbst, ihre Heimatländer, sowie ihre Vorstellungen von Frieden, informieren.

roanne_2012_03.JPGZudem hatte die Stadt Roanne ein vielseitiges Freizeitangebot organisiert. So gab es zum Beispiel die Möglichkeit eines Museums- oder Freibadbesuchs. Neben den geplanten Aktivitäten blieb den Teilnehmern aber auch noch genug Zeit gemeinsam die Stadt zu erkunden und ihre schönen Ecken kennenzulernen.

So bleibt am Ende nur die Frage nach einem Wiedersehen und weiteren spannenden Diskussionen, aufbauend auf dem über diese Woche entstandenen fast familiären Vertrauensverhältnis zwischen ausnahmslos allen Teilnehmern.

Bild unten: Die deutsche Delegation bestehend aus Ricarda Boley, Paul Ambros, Luzie Ambros, Jannik Gräschus und Leon Siekmann (v.l.n.r.)

 

Von: Leon Siekmann



Schlagworte: Roanne
Kategorie: Tagebuch